Ein Denkmal gegen Krieg und Gewalt
Das Anti-Kriegs-Denkmal von Will McBride
Nach dreißig Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Kriegen wird der amerikanische Fotograf und Künstler Will McBride im November ein Modell seines Anti-Kriegs-Denkmals im Rahmen seiner großen Retrospektive in Frankfurt präsentieren.
Die beiden zentralen Themen des rund sechzig Bronzefiguren umfassenden Denkmals sind Zerstörung und Wiederaufbau, die für McBride einen immer währenden Zyklus bilden, wenn sich unsere Gesellschaftsstrukturen nicht grundlegend verändern. Während auf der einen Seite das totale Chaos nach einem Bombenangriff herrscht, Sterbende brechen in sich zusammen, Überlebende fliehen in Panik vor herunterfallenden Trümmer, zeigt die andere Seite des Denkmals den Versuch das Leben in der Ruinenlandschaft wieder zu organisieren. Das Notwendigste wird wieder errichtet, das Existentielles wieder begonnen..
Nach dreißig Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Kriegen wird der amerikanische Fotograf und Künstler Will McBride im November ein Modell seines Anti-Kriegs-Denkmals im Rahmen seiner großen Retrospektive in Frankfurt präsentieren.
Die beiden zentralen Themen des rund sechzig Bronzefiguren umfassenden Denkmals sind Zerstörung und Wiederaufbau, die für McBride einen immer währenden Zyklus bilden, wenn sich unsere Gesellschaftsstrukturen nicht grundlegend verändern. Während auf der einen Seite das totale Chaos nach einem Bombenangriff herrscht, Sterbende brechen in sich zusammen, Überlebende fliehen in Panik vor herunterfallenden Trümmer, zeigt die andere Seite des Denkmals den Versuch das Leben in der Ruinenlandschaft wieder zu organisieren. Das Notwendigste wird wieder errichtet, das Existentielles wieder begonnen.
Das Denkmal selbst soll der zentrale Bestandteil einer Multi-Media-lnstellation des Grauens werden. Hier sollen Räumlichkeiten für Vorträge, Diskussionsforen, Filme und Dokumentationen über Kriege und ihre Folgen geschaffen werden. Der Gesamtkomplex versteht sich als eine Aufklärungs- und Lehrstelle gegen Gewaltanwendung.
Die Inspiration für dieses Denkmal bekam der 1954 als Infantrieleutnant nach Deutsch-land gekommene McBride, als er zwei Jahre später zum Studium nach Berlin ging. Erschüttert von der noch vorhandenen zerstörten Städtelandschaft aber gleichzeitig beeindruckt von dem enormen Willen und der Energie der Menschen beim Wiederaufbau, begann er zu fotografieren. Diese Fotos, aber auch die von Kollegen, sowie seine Auseinandersetzung mit dem Vietnam-Krieg, dienten als Anregungen und Vorlagen für das Denkmal.
Will McBrides Anti-Kriegs-Denkmal steht dennoch nicht für einen bestimmten Krieg oder eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Es ist allumfassend. Es soll das selbstverschuldete Leiden der Menschen unter der horrenden Wucht der kriegerischen Technologie zeigen.
Es ist im klassischen Sinne auch nicht nur Denkmal. Es beinhaltet viel mehr Funktionen: es soll warnen, erinnern, mahnen und vor allem aufklären.
-Peter Badge

